Ziergräser im Garten

Ziergräser im Garten




Es gibt sie in klassischen Grün bis hin zu goldenen Nuancen, tiefem Rot und sogar fast schwarz - die Ziergräser. Sie lockern jedes Staudenbeet auf und jetzt im Herbst ist ihre große Zeit gekommen. Zusammen mit Fetthenne und Astern lockern sie die Herbstbepflanzung in Beeten und Töpfen auf und setzen leuchtende, sanfte Akzente.

Mein Favorit in diesem Jahr: das Pampasgras. Nach nun zwei Jahren Standzeit entwickelt es sich unglaublich gut und breitet sich mit seinen blaugrünen Halmen direkt neben den Rosen aus.



Es hat viele buschige, weiß-cremefarbene Samenstände gebildet, die wie Federbüschel aussehen und ganz weich sind. Diese kann man als Dekoration abschneiden und in eine Vase stellen (ohne Wasser). Wenn man die Pracht mit Haarspray einsprüht, hat man lange etwas davon.
                             
Pampasgras ist, wie alle Gräser, äußerst pflegeleicht. Es verträgt auch eher ungünstige Standorte und gibt sich auch mit kargem Boden zufrieden. Einzige Bedingung: Sonne bis maximal Halbschatten wird benötigt. 
Es kann bis zu 3 Meter hohe Fruchtstände / Samenstände hervorbringen und ist winterhart, wie die meisten anderen Gräser auch. 

Wenn der erste Frost seinen Reif über die Gräser zaubert, sieht ein Beet nochmal so schön aus - vorausgesetzt, man hat nicht alles abgeschnitten. Ich lasse die trockenen Gräser bis zum Februar stehen, sie dienen Kleintieren mit den Samen als Nahrung und mir als Bereicherung im ja eher kargen Winterbeet. 


Der häufigste Fehler bei Ziergrasbesitzern: ein radikaler Rückschnitt im Herbst. Das eindringende Wasser führt zu Frostschäden in der Pflanze, sollte sie im kommenden Jahr noch einmal austreiben, dann wird sie sehr mickrig dastehen. Wenn man unbedingt irgendetwas abschneiden will, dann im Frühjahr, wenn die ersten neuen Trieben zu sehen sind. Diese schneidet man natürlich auf keinen Fall ab.

So sollte denn die Gräservielfalt prächtigen Einzug in die heimischen Gärten halten. 

Viel Spaß beim Gestalten :-)



Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben. Ich bewundere immer diejenigen mit dem grünen Daumen :-). Die Natur ist schon etwas wunderbares und muss unbedingt geschützt werden.

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  2. Petra, ich HATTE auch mal Ziergras im Garten. Hatte!!!
    Ziergras sieht wirklich schön aus. Allerdings hat es sich bei mir überall ausgebreitet. Unkontrolliert und nicht zu bändigend ausgebreitet. Ständig habe ich verkleinert etc.
    Das Gras sah immer toll aus, hat aber meinen anderen Blumen einfach die "Luft" und vor allem Boden zum wachsen genommen. Irgendwann habe ich das Gras rausgenommen. Seither wachsen meine Blumen wieder besser.
    Vielleicht finde ich ja mal eine Sorte, welche nicht so "unkontrolliert" wächst. Nicht solch ein Wurzelwerk entwickelt. Wenn ich eine solche Sorte finde, dann pflanze ich wieder Ziergras bei mir.

    ♥liche Grüße
    Ellen

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  3. Ich bin auch ein Fan von Gräsern im Garten, sie lockern so schön auf und machen alles sehr natürlich. Ausserdem kann man in ihnen so schön den Wind des Herbstest beobachten. Ich binde sie immer im Herbst etwas zusammen, um das Herz der Pflanze zu schützen, dann im Frühling wird geschnippelt - wie du es erklärst. Viele Grüße Marion

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